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Eingewöhnung im Wald

Die Eingewöhnungszeit im Apfelbäumchen ist eine entscheidende Phase beim Eintritt in die Kita-Zeit, um den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Die Dauer der Eingewöhnung wird individuell angepasst, um den Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden und sein Wohlbefinden zu stärken und kann zwischen 2 und 4 Wochen dauern.

Eltern sind während dieser Zeit stets in der Nähe und abrufbereit, um sicherzustellen, dass das Kind sich wohl fühlt. Eine gelungene Eingewöhnung zeichnet sich dadurch aus, dass das Kind sich von uns ErzieherInnen trösten lässt und dafür nicht mehr Mama oder Papa braucht. Was ist das Besondere am Waldkindergarten? Unser Tagesablauf spielt sich, je nach Jahreszeit, mehr oder weniger draußen in der Natur ab. Daher sind wir, auch in der Eingewöhnung, an die Gegebenheiten des Jahreslaufes angepasst. Das Elternteil, das das Kind bei der Eingewöhnung begleitet, bekommt somit am eigenen Körper zu spüren, wie es ist, längere Zeit draußen zu sein. Wie oben beschrieben, liegt uns der Beziehungsaufbau zu Beginn, und natürlich im Laufe der Kindergartenzeit besonders am Herzen. In den ersten Tagen lernen die Eltern uns pädagogischen Fachkräfte näher kennen und wir sind bemüht um eine gute Verbindung, da dies auch für das Kind sehr hilfreich ist. Wenn also bald ein neues “Waldkind” zu uns kommt, kündigen wir dies in der entsprechenden Kita-Gruppe einige Tage zuvor an, nennen den Namen und sind voller Vorfreude und Neugier. Wenn das Kind dann da ist, werden wir an den ersten Tagen im Morgenkreis Lieder singen, bei denen es um die Namen der anderen Gruppenkinder geht, damit das Kind diese kennenlernt. Ein weiterer Meilenstein ist meist am zweiten/dritten Tag das Aussuchen eines eigenen Waldtierbildes – dieses Tierbild wird das Kind die nächsten drei Jahre begleiten und kennzeichnet z.B. den Garderobenplatz oder andere für das Waldkind wichtige Plätze oder Dinge. Eine weitere Besonderheit, die es nicht zu unterschätzen gilt, ist das Gelände und der Wald an sich. Meist kommen die Kinder von der Krippe, der Tagesmutter oder zuhause, plötzlich ist alles fremd und viel größer. Die Gruppengröße, die Räume, der Wald. Zu Beginn ist es für die kleinen neuen Wurzeltrolle, wie wir die jüngsten Kinder nennen, eine große Herausforderung, das Gelände mit den vielen Plätzen und Spielmöglichkeiten kennenzulernen. Ein wichtiger Aspekt bei der Eingewöhnung im Wald ist, dass das Kind lernt, dass wir “unsichtbare” Grenzen haben, da es keinen Zaun o.ä. gibt. Die Stopp-Regel (wenn es zu weit wegläuft) ist nur eine der wichtigen Regeln im Wald. Die neuen Waldkinder werden sowohl von uns Erwachsenen als auch von den anderen Waldkindern nach und nach in das wichtige Regelwerk eingeführt: wo darf gespielt werden, wann muss ich mich abmelden und Bescheid sagen? Dafür ist die Eingewöhnung essenziell – auch die Eltern lernen dabei unsere Regeln kennen und unseren Umgang mit dem großen und offenen Gelände, da bedarf es eines großen Vertrauensvorsprungs! Die Eingewöhnung ist eine sehr besondere und intensive Zeit - für Klein und Groß!

<Februar 2026>

Raupe