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Empathie-Projekt im Hort Lindenschule

In den vergangenen Wochen wurde den Kindern das Thema Empathie mithilfe eines Projekts nähergebracht. Bei diesem ging es darum, Gefühle besser zu verstehen, sowohl die eigenen als auch die der anderen. Ziel des Projektes war es, den Kindern zu zeigen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken können, wie sie die Gefühle ihrer Freunde erkennen und respektieren können und wie man offen miteinander über Emotionen spricht.

Der Einstieg in das Projekt begann mit einer Kinderkonferenz. Dabei stellten die Erzieher den Kindern das Thema vor. Als anschaulicher Einstieg wurde ein kurzer Ausschnitt aus der Kinderserie „Woozle Goozle“ gezeigt, der sich mit den verschiedenen Gefühlen beschäftigt. So konnten die Kinder schnell einen Bezug zum Thema herstellen. 

Im nächsten Schritt wurden die Kinder kreativ. Sie sollten ihre Gefühle aufmalen. Dafür gab es drei verschiedene Felder. Die Kinder zeichneten, wie sie sich fühlen, wenn sie ausgeschlossen werden, wie sie sich bei einem schönen Spiel fühlen und welches Gefühl sie gerade im Moment haben. Dadurch konnten sie ihre Emotionen auf eine eigene oder für manche sogar eine neue Weise ausdrücken. 

Besonders viel Freude hatten die Kinder beim dritten Schritt des Projektes: den Rollenspielen. Zunächst spielten die Erzieher verschiedene Situationen vor, anschließend durften die Kinder selbst in Rollen schlüpfen. Dabei wurde viel gelacht, aber die Kinder zeigten auch Mut und großes Engagement. Die Rollenspiele halfen ihnen dabei, sich in andere hineinzuversetzen und unterschiedliche Situationen aus einer neuen Perspektive zu erleben. 

Im vierten Schritt arbeiteten die Kinder mit Gefühlskarten. Auf jeder Karte stand ein bestimmtes Gefühl. Die Kinder sollten dieses Gefühl mit Hilfe von Mimik, Gestik oder Körperhaltung darstellen, während die anderen erraten mussten, um welches Gefühl es sich handelt. Danach spielten die Kinder das Spiel in Zweiergruppen weiter, wodurch sie noch intensiver üben konnten, Gefühle zu erkennen und darzustellen. 

Ein besonderes Highlight war das Vertrauensspiel im fünften Schritt des Projektes. Dabei wurde ein Stühlelabyrinth aufgebaut. Ein Kind hatte die Augen verbunden und wurde von einem anderen Kind sicher durch das Labyrinth geführt. Dieses Spiel erforderte Vertrauen, Aufmerksamkeit und gute Kommunikation. Den Kindern gefiel diese Aufgabe besonders gut, vor allem auch deshalb, weil sie manchmal mit einem Kind zusammenarbeiteten, das sie zuvor noch nicht so gut kannten. Darauf wurde von den Erziehern explizit drauf geachtet. 

Zum Abschluss des Projektes durften die Kinder noch einmal kreativ werden. Sie malten auf, was ihnen am Empathie-Projekt am besten gefallen hat. Besonders häufig wurden dabei die Rollenspiele und das Stühlelabyrinth genannt. Viele Kinder berichteten außerdem, dass sie nun die Gefühle anderer Kinder besser verstehen können. 

Das Empathie-Projekt hat gezeigt, wie wichtig es ist, schon früh über Gefühle zu sprechen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Mit viel Spaß, Kreativität und Mut haben die Kinder gelernt, besser aufeinander zu achten und respektvoll miteinander umzugehen.

<April 2026>

Raupe